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MITTEILUNGSBLATT DES LANDESVERBANDES NIEDERSACHSEN mit den Landesverbänden Bremen und Hamburg im Deutschen Altphilologenverband (DAV) Jahrgang LV Heft 2, Dezember 2005

 
   
 

 
 

EDITORIAL

Das zweite Heft dieses Jahres spiegelt die Umbruchsituation wider, die wir alle momentan auf bundespolitischer Ebene mit verfolgen, aber auch weiterhin in der Bildungspolitik des Landes verspüren: Im nächsten Jahr wird es Ernst mit dem ersten Durchgang der Zentralabiturprüfungen: Schüler, Lehrer und Abiturkommissionen werden hier auf dem Prüfstand und im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses (an Schul- und Qualitätsentwicklung) stehen. Zugleich gibt es einschneidende Veränderungen an den Universitäten unseres Landes: Studiengebühren werden erhoben, eine Europäisierung der Studiengänge (und ihrer Abschlüsse) findet statt.

Dementsprechend greift das Heft 2/05 das zunächst eher nüchtern klingende Thema Erwartungen – Erfahrungen auf: Neben den verschiedenen Berichten aus dem Landesverband (H. Vollstedt, W. Brendel, N. Junge, E. Barwig) haben sich die Autoren dankenswerter Weise mit den Formen (P. Kuhlmann), aber intensiv auch mit den Folgen der Veränderungen auseinandergesetzt: Aus Studenten-, Eltern-, Schulleiter- und Fachleitersicht formulieren sie Erwartungen und Erfahrungen mit dem Lateinunterricht und seinen Vertretern im Angesicht eines veränderten schulischen und universitären Kontextes (A. Seydell, E. Littmann, H. Schulz, B. Schmitz). Schließlich erhält der Leser des Geleitwortes (NAV-Vorsitzender B. Gieseler) einen hervorragenden Überblick über diese Themen.

Eine entspannendere Lektüre versprechen vielleicht die Beiträge der bereits zur Tradition gewordenen Rubriken: Diesmal ein besonderes Kleinod, eine Hörempfehlung (M. Hengelbrock), sowie ein erneuter Bericht aus der griechischen Tagespresse (D. Motzkus), der uns interessanter Weise einen Blick auf die fachdidaktische Situation des Griechischunterrichts im Mutterland der Sprache ermöglicht. Anknüpfend an Heft 1 dieses Jahres erfolgt der zweite Teil eines Aufsatzes zum Thema Facharbeiten, der eine Fülle von Anregungen für uns alle bereithält (R. Nickel) sowie eine Rezension zu einer Sammlung von Arbeiten Kurt Lattes (F. Grewing).

Als Redakteurin der Mitteilungen verabschiede ich mich von Ihnen mit diesem Heft und gebe den Stab weiter an Wulf Brendel, dem ich viel Erfolg bei dieser Aufgabe wünsche!

Annette Neubaur