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Samstag, 04. Februar 2012 NAVonline Publikationen:
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MITTEILUNGSBLATT
DES DEUTSCHEN ALTPHILOLOGENVERBANDES
Landesverband Niedersachsen

mit den Landesverbänden Sachsen-Anhalt und Bremen
im Deutschen Altphilologenverband (DAV)
Jahrgang LX Heft 1, 2010

 
   
 

 
 

Zum Geleit

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,
das Jahr 2010 ist zwar nicht mehr taufrisch, ich denke aber, dass es noch nicht zu spät ist, Ihnen persönliches Wohlergehen und weiterhin viel Freude an unserem schönen Beruf zu wünschen.
Der Höhepunkt des vergangenen Jahres war für uns zweifellos der Latinistentag am Kaiser-Wilhelm- und Ratsgymnasium in Hannover. Die vielfältigen Reaktionen, die wir aus Ihren Reihen erhalten haben, waren durchweg positiv und ich gebe den Dank sehr gerne an die Lehrer- und Schülerschaft des KWR weiter. Dieses bedeutende altsprachliche Gymnasium hat sich wirklich in vorbildhafter Weise seinen Besuchern präsentiert. Mein besonderer Dank gilt allen 12 Referenten, die am Nachmittag einen Arbeitskreis geleitet haben. Die Bandbreite der angebotenen Themen spiegelt die Lebendigkeit und Aufgeschlossenheit eines aufstrebenden Faches wider.
Als Anerkennung unserer Arbeit haben wir es gewertet, dass der Präsident der Landesschulbehörde und die Niedersächsische Kultusministerin an unserem Landestag teilgenommen haben. Gerne erinnern wir uns an die öffentliche Ankündigung der Ministerin, zukünftig an allen Latinistentagen des NAV teilnehmen zu wollen.

Das Grußwort der Ministerin zeugt von dem guten Einvernehmen, das die Zusammenarbeit des Kultusministeriums und des NAV kennzeichnet. Dies betrifft besonders die Bekämpfung des Lehrermangels im Fach Latein.

An einigen Schulstandorten zeichnete sich die deutliche Gefahr ab, dass Planstellen zum wiederholten Male nicht wieder besetzt werden könnten und dass damit das Fach Latein aus dem Fächerangebot der betreffenden Schule fallen würde. Wenn eine Fremdsprache an einer Schule nicht mehr angeboten wird, verschwindet sie sehr schnell aus dem Bewusstsein der Bevölkerung.
Um dem Lehrermangel im Fach Latein entgegenzuwirken, fand im April vergangenen Jahres ein ausführliches Gespräch mit der Ministerin statt. Ursprünglich hatte man im MK ein Umschulungskonzept vage angedacht, das sich an Kollegen (ohne Lehrbefähigung für Latein) richten sollte, die keine Anstellung im Staatsdienst gefunden hatten. In dem besagten Gespräch haben wir deutlich gemacht, dass diese Kollegen Gründe gehabt haben dürften, nicht Latein zu studieren. Stattdessen haben wir – den positiven Erfahrungen der Länder Schleswig-Holstein, Hessen und Rheinland-Pfalz folgend – einen anspruchsvollen Sprintstudiengang vorgeschlagen, der sich an Lehrkräfte richtet, die sich bereits im Staatsdienst befinden und die ihr Unterrichtsangebot erweitern wollen. Um nachwachsenden Generationen nicht die Zukunftschancen zu mindern, soll die Maßnahme auf ein oder (höchstens) zwei Durchgänge begrenzt werden. Ich danke sehr herzlich Prof. Kuhlmann und StD Brendel, die den Sprintstudiengang für Niedersachsen konzipiert haben. Dem Vernehmen nach haben sich mehr Interessenten gemeldet als genommen werden konnten.2

Liebe Kolleginnen und Kollegen, mit dem letzten Forum Classicum haben Sie das Programm des DAV-Kongresses in Freiburg (6. – 10. April 2010) erhalten. Dem Bundesvorstand ist es  wieder gelungen, alles, was in unserer Zunft Rang und Namen hat, zum Bundeskongress zusammenzuführen. Das hochkarätige Fortbildungsangebot rechtfertigt es, einen Antrag auf Sonderurlaub positiv zu bescheiden. Diesen sollten Sie allerdings möglichst umgehend bei Ihrem Schulleiter stellen.

Abschließend darf ich Sie schon heute auf unseren nächsten Landestag (Graezistentag) am 24. September hinweisen. Natürlich werden wir Sie in der folgenden Ausgabe der MITTEILUNGEN aber auch auf unserer Internetseite (www.NAVonline.de) über das Programm und den Tagungsort informieren. Wenn Sie sich mit dem Fach Griechisch verbunden fühlen, kommen Sie zu diesem Landestag! Denn eine ausreichende Teilnehmerzahl ist die Voraussetzung dafür, dass wir auch in Zukunft einen Landestag mit griechischer Schwerpunktsetzung ausrichten können.

Ich wünsche Ihnen nochmals alles Gute für das Jahr 2010.

Burghard Gieseler


2 Eine ausführliche Darstellung dieses reduzierten Studienprogrammes folgt in den MITTEILUNGEN 2/2010.