Nachruf Tiecke

Am 6. Februar 2016 ist nach kurzer schwerer Krankheit Gerhard Tiecke verstorben. Er hinterlässt seine Frau Eva und seine drei Kinder Paul, Johanna und Nike.

In den neunziger Jahren war Gerhard Tiecke im Vorstand des NAV zunächst stellv. Vorsitzender mit der Zuständigkeit für Griechisch und anschließend Schriftführer. Gleichzeitig war er Vorsitzender des Bezirkes Hildesheim - ein Amt, das er (mit einer längeren Unterbrechung) bis zuletzt innehatte.

Gerhard Tiecke wuchs in Bad Kreuznach auf. Von hier aus ging er zum Studium der Alten Sprachen nach Mainz. Seine erste feste Anstellung erhielt der Verstorbene dann aber im hohen Norden Deutschlands: am Gymnasium in Bremervörde. 1990 wechselte er an das Gymnasium Andreanum in Hildesheim. Hier erwarb er sich durch hohe fachliche Kompetenz, sein vielseitiges Engagement, aber vor allem durch seine Gabe, junge Menschen für die Fächer Latein und Griechisch begeistern zu können, hohes Ansehen. Insofern war es folgerichtig, dass ihm die Fachleitung der Alten Sprachen am Studienseminar Hildesheim übertragen wurde. Zeitweise nahm er auch die Ausbildung am Studienseminar in Hannover wahr. Im Jahr 2003 übernahm Gerhard Tiecke die Leitung des Kaiser-Wilhelm- und Ratsgymnasiums ebenfalls in Hannover. Dieses Amt musste er 2007 aus gesundheitlichen Gründen niederlegen. Er ließ sich an das Gymnasium Alfeld versetzen, wo er die Aufgabe eines Koordinators übernahm.

Gerhard Tiecke war ein leidenschaftlicher Musiker, Altphilologe und Pädagoge. In all den langen Jahren haben wir ihn, - haben wir seine unerschütterliche Freundlichkeit, seine Lebensfreude, seinen verschmitzten Humor, seine Uneitelkeit, seine menschliche Wärme kennen- und schätzen gelernt. Wir werden Gerhard Tiecke sehr vermissen.

Für den NAV

Burghard Gieseler, Stefan Gieseke, Dr. Kurt Gieseking

Foto: Margot Lindenberg

Auf dem großen Landestag des NAV am 13. November 2015 in Braunschweig halten wir für Sie ein reichhaltiges Angebot an Arbeitskreisen zu den verschiedensten Themen bereit:

Einladung

zum

Landestag des Niedersächsischen Altphilologenverbandes

- Latinistentag -

13. November 2015

Wilhelm-Gymnasium, Braunschweig

Programm

Die Eröffnungsveranstaltung und der Vortrag finden im Lichthof des Städtischen Museums Braunschweig, Steintorwall 14, statt.

10.10 Uhr Musikbeitrag des Wilhelm-Gymnasiums
10.15 Uhr Eröffnung der Landestagung durch den Vorsitzenden des NAV,

StD Stefan Gieseke

10.35 Uhr

Begrüßung und Grußworte                       

  • Frau Dr. Cecilie Hollberg, Direktorin des Städtischen Museums
  • Herr OStD Gerhard Thamm van Balen, Schulleiter des Wilhelm-Gymnasiums
  • Herr MR Andreas Stein, Niedersächsisches Kultusministerium
  • Herr StR Horst Audritz, Vorsitzender des Philologenverbandes Niedersachsen

 11.00 Uhr

Ehrung des langjährigen Vorsitzenden des Niedersächsischen Altphilologenverbandes, Herrn StD Burghard Gieseler

 11.10 Uhr Musikbeitrag des Wilhelm-Gymnasiums
 11.15 Uhr „Vom Kampf um die Freiheit. Demosthenes' und Ciceros 'Philippische Reden'“, Prof. Dr. Hans-Joachim Gehrke, Freiburg    
Nach der Eröffnung wird der Landestag in der Außenstelle des Wilhelm-Gymnasiums, Leonhardstraße 12, fortgesetzt.
 12.30 Uhr Mittagspause & Möglichkeit zur Sondierung der Angebote der Verlage
 14.00 Uhr Arbeitskreise I
 14.45 Uhr Kaffeepause
 15.00 Uhr Arbeitskreise II
 15.45 Uhr Kaffeepause
 16.00 Uhr Arbeitskreise III
 16.45 Uhr Abschlussplenum
17.00 Uhr Ende des Landestages

 

INFORMATION: Alle Besucher des Latinistentags sich nach der Auftaktveranstaltung des Latinistentages im Veranstaltungsbüro (im Eingangsbereich der Außenstelle des Wilhelm-Gymnasiums, Leonhardstraße 12 anmelden.) anmelden. Für NAV-Mitglieder und Mitwirkende ist der Eintritt selbstverständlich frei. Für Nicht-Mitglieder beträgt der Eintritt 25,- EUR.  Im Veranstaltungsbüro im erhalten Sie auch die Teilnahmebescheinigung.

Aus dem Nachbarland Österreich erreicht den Deutschen Altphilologenverband aktuell folgende Bitte um Unterstützung bei einer Petition:

Das Rektorat der Paris Lodron Universität Salzburg hat bekannt gegeben, die einzige vollwertige Professur für Latinistik an der Universität nach Emeritierung der derzeitigen Stelleninhaberin, Frau Prof. Dorothea Weber, nicht nachbesetzen zu wollen.

Diese Entscheidung ist sachlich nicht nachvollziehbar: Die Salzburger Latinistik steht für ein hohes Niveau in Forschung und Lehre und weist stabile Studierendenzahlen auf. Es träfe unseren Fachbereich Altertumswissenschaften hart und bliebe auch für die anderen Kultur- und Geisteswissenschaften sowie die Theologie nicht ohne negative Folgen, ohne die Professur auskommen zu müssen. Ein Verzicht auf die Professur würde obendrein das CSEL in Gefahr bringen, das erst 2012 durch die Übernahme an unsere Universität vor der Auflassung bewahrt werden konnte.

Die Studierenden der Latinistik wehren sich daher mit einer Petition, die sich an Rektorat, Senat und Universitätsrat richtet, und bitten um Ihre Hilfe! Diese können Sie leisten, indem Sie sich selbst als Unterstützer des Anliegens in die Petition eintragen und das Gesuch an die Mitglieder des Verbandes weiterleiten.

https://www.petitions.net/securing_the_long-term_future_of_latin_and_the_csel